Die Kinder von Adligen wurden in Musik unterrichtet, lernten aber auch schießen und kämpfen.

Kein Zuckerschlecken

 

Das Leben als Kind im Mittelalter konnte sehr unterschiedlich sein - je nachdem ob man reich oder arm war, auf dem Land oder in der Stadt aufwuchs, oder gar ein Kind adliger Eltern war.

 

War man zum Beispiel ein armes Bauernkind half man schon früh auf dem Bauernhof mit. Man fütterte die Schweine oder arbeitete auf dem Feld. Lesen und Schreiben lernten die Kinder in der Regel nicht, auf dem Bauernhof wurde jede Hand gebraucht und Schulgeld war unbezahlbar. Ein eigenes Zimmer gab es nicht. Meistens schliefen alle Kinder in einem Raum – das hatte dann den Vorteil, dass man sich bei Kälte schön aneinander kuscheln konnte. Wenn das Arbeitspensum auf dem Hof erledigt war, wurde gespielt: Man tanzte, fing sich und spielte mit selbst gemachten Puppen, Holzfiguren oder mit einem Steckenpferd

 

Die Kinder reicher Burgherren wuchsen die ersten Jahre meist bei einer Amme, einer Art Kindermädchen auf. Jungs gingen schon mit sieben bei einem anderen Burgherrn als Junkherr, einer Art Ritter-Azubi, in die Lehre. Dort lernten sie reiten, Bogen schießen und kämpfen – mussten aber auch die Schulbank drücken. Sollte ein Junge später Theologe werden, wurde er schon früh ins Kloster geschickt und unterrichtet. Mädchen lernten in der Regel wie man einen Haushalt zu führen hatte.

 

Übrigens: Schon mit 14 Jahren war die Kindheit im Mittelalter in der Regel vorbei. Viele waren in diesem Alter schon verheiratet und führten ihren eigenen Haushalt.

  Bauernkinder mussten schon früh mit den Erwachsenen aufs Feld und lernten nur selten lesen oder schreiben.

 

 

 

 

 

 

 


 

 

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