Kunst ist nicht nur für die Adligen da!


Als Folge der Aufklärung veränderte sich auch das Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit. Künste wie Musik und Literatur verlagerten sich von den Fürstenhöfen in die Städte.

 

Literatur gab es nun auch in öffentlichen Bibliotheken und Lesezirkeln. Musik erklang nun nicht mehr nur auf den Schlössern der Adligen, sondern in ganz unterschiedlichen Räumen, wie Ball- und Festsälen, Wohnzimmern, Kirchen, Kaffeehäusern, Gaststätten, Salons und Clubs.

 

Ganz anders wie in der heutigen Zeit verhielt sich das Publikum in der Klassik: Oftmals hatten die Konzertsäle nur wenige Sitzplätze, das Publikum stand und wandelte umher. Für das Publikum hatte das einen großen Unterhaltungswert. Man sah sich, wurde gesehen und hörte darüber hinaus die Musik der Zeit.  Es gab aber auch wenig Alternative: Kino, Fernsehen, Disco oder Radio gab es noch nicht. Musik wurde live gehört oder gar nicht.

 

 

 

 
 

 

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Aufführung von Joseph Haydns „Schöpfung"  im Festsaal der alten Universität zu Wien. Solche großen Aufführungen gab es davor nur für Könige und Fürsten. Manche Zuhörer saßen, andere liefen schweigend umher.

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