Dieses Gemälde von Anthonis van Dyck (1599–1641)

zeigt Marie-Louise de Tassis.

Hohe Frisuren, prunkvolle Kleider

 

 

Mode im Barock war dem Stand der Person angemessen. Das bedeutet, dass man an der Kleidung erkennen konnte, ob es sich um einen Bauern, König oder zum Beispiel einen Fischhändler handelte.

 

Könige und Adelige machten ihre soziale Position zudem durch besonders prunkvolle Kleidung sichtbar. Besonders daran war, dass man sich zunehmend nicht nur standesgemäß kleidete, sondern auch ein Bewusstsein dafür entwickelte, das eigene Aussehen mit Hilfe von Kleidung zu optimieren. Man erfand neue Mode, um sich vom einfachen Volk abzusetzen.

 

Der erste Trendsetter war der französische König Ludwig der XIV. Was auf seinem Schloss in Versailles getragen wurde, war bald auch an anderen europäischen Höfen schick. Die Herren trugen steife Hüte, Beinkleider mit farbigen Strümpfen und Perücken. Um den Hals band man sich ein Tuch. Die Damen schmückten sich mit glockenförmige Röcken und einem Mieder. Das Haar frisierte man zu einer Fontange, ein Gesamtkunstwerk aus Hochsteckfrisur und Haube mit Drahtgestell. Adelige Frauen legten dazu üppigen Schmuck an. Dass die Damen morgens in ihrem Ankleidezimmer die Hilfe eines Dienstmädchens benötigten versteht sich da beinahe von selbst.

 

Einfache Bauersleute hatten es da schon einfacher. Oft besaß man nur ein Gewand, die Frage, was man anziehen sollte, stellte sich da erst gar nicht.

 

 

 

Ludwig der XIV. war sozusagen der Lagerfeld des Barock.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Hochgesteckte Frisuren

im Rokoko, der Spätphase

des Barocks (1770).

  

 

 

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